Richtfest am Kelsterbacher Staudenring

Rohbau ein Monat früher fertig / Stadtmitte: Investor plant weitere 42 Wohnungen

Weit fortgeschritten ist der neue Wohnkomplex im Eck Staudenring/Berliner Straße/Brandenburger Weg, am vergangenen Freitag wurde Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung ist für Dezember 2024 geplant. (Foto: Koslowski)

Kelsterbach (rko). Da hatte Wettergott Petrus am Freitagmittag doch für einige Minuten ein Einsehen. Denn zunächst prasselte Regen auf den Rohbau im Bereich Staudenring/Berliner Straße/Brandenburger Weg nieder. Deshalb zogen sich Redner und Gäste des Richtfests denn auch lieber in das Innere des Gebäudekomplexes zurück.

Türen und fensterlose Räume, kahle Wände und von der Decke herunterhängende Kabel bildeten den Rahmen bei den Ansprachen. Aber rechtzeitig zum Richtspruch stoppte der Regen und Polier Uwe Griebel vom ausführenden Bauunternehmen Implenia erklomm über das Treppenhaus flugs einen Balkon im zweiten Stock, während die Gäste draußen unter dem Richtkranz auf seine Worte warteten. „Meister, Gesellen und ehrbare Leut’, nach schwerer Arbeit ist Richtfest heut’, das Haus ward erbaut von kundiger Hand, der Richtkranz verkündet’s weit ins Land“, sagte Griebel, hob das Glas mit Weißwein, nahm drei Schluck und warf es schließlich hinunter auf den Grund, wo es zerschellte. Dann konnte zu Bockwurst mit Kartoffelsalat gegriffen werden. 

20 geförderte Wohnungen 

ort wo sich ehemals ein großer Parkplatz befand, errichtet der Darmstädter Investor, die Konzeptbau Betreuungsgesellschaft mbH, einen Komplex mit drei Gebäuden, in dem 63 Wohnungen mit einer Größe von 60 bis 100 Quadratmeter entstehen. In dieser Zahl inkludiert sind 20 Sozialwohnungen. Es soll 88 Stellplätze in einer Tiefgarage und fünf Außenstellplätze mit Lademöglichkeiten für E-Autos geben. Die Fertigstellung ist für Dezember 2024 geplant. Die Gesellschaft investiert 20 Millionen Euro in das Projekt. Diese Zahlen stellte Ulrich Scheinert, Geschäftsführer von Konzeptbau vor. Sämtliche Wohnungen seien bereits vermietet. Die Miete betrage zwischen 15 und 16 Euro pro Quadratmeter, wie er dieser Zeitung auf Anfrage mitteilte. Die exakte Höhe stehe ebenso wie der Preis für die geförderten Wohnungen noch nicht fest. Für Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) sind die Sozialwohnungen sehr wichtig, weil es für jede Einkommensklasse in Kelsterbach möglich sein müsse, Wohnraum zu finden. Deshalb gehöre es zu den Konzepten der Wohnungsbauprojekte generell, ein Drittel der entstehenden Wohnungen als Sozialwohnungen auf dem Markt anzubieten. Mit den Sozialwohnungen würden sich die gesellschaftlichen Strukturen vermischen.

Nachfrage nach Wohnraum in Kelsterbach ungebrochen groß

Scheinert erinnerte daran, dass Konzeptbau bereits in der neuen Stadtmitte Kelsterbachs investiert habe. Dort seien 72 Wohnungen entstanden. In Kürze starte dort ein zweiter Bauabschnitt mit weiteren 42 Wohneinheiten. Somit habe Konzeptbau für fast 200 Wohnungen in der Untermainstadt gesorgt, betonte er. Der Bedarf für Wohnungen sei für Kelsterbach, zwischen Frankfurt und dem Flughafen gelegen, jedenfalls vorhanden. Die Nachfrage nach Wohnraum in Kelsterbach sei ungebrochen groß. Der Geschäftsführer blickte zurück auf die Planungen für die neue Wohnanlage. Das Projekt sei bereits im Jahr 2018 entstanden. Unter anderem wegen Corona aber zunächst zurückgestellt worden. Nun werde das Projekt indessen zügig vorangetrieben. Zu seiner Freude konnte Turgut Tekin, Leiter der Implenia-Niederlassung in Frankfurt, darüber informieren, dass der Rohbau einen Monat früher als geplant fertiggestellt worden sei. Ulrich Scheinert betonte, dass sein Unternehmen gerne in Kelsterbach investiere, weil die Stadt eine Zukunft und eine gute Infrastruktur biete. „Wir glauben, dass wir einen positiven Beitrag zur Stadtentwicklung Kelsterbachs beitragen“, meinte der Investor. Bürgermeister Ockel unterstrich, dass sich hier Einwohner in neuen Wohnungen etablieren könnten und Menschen, die hier wohnen wollten, eine Zukunft finden würden. Es sei jetzt schon erkennbar, dass hier ein qualitativ hochwertiges Gebäude entstehen werde.
Ein Nebeneffekt des Wohnungsbaus sei, dass der Platz städtebaulich eingefasst werde und das Quartier ein schönes Entree in die Stadt abgebe, würden doch viele Menschen über diesen Stadtteil Kelsterbach ansteuern. Auch alle bisherigen Anwohner könnten sich freuen, dass so ein attraktiver Eingangsbereich entstehen werde.

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