Badestelle Walldorf bleibt geschlossen

Begrenzung der Besucherzahlen und Überwachung der Corona-Regeln nicht praktikabel

An heißen Sommertagen werden an der Badestelle Walldorf schonmal bis zu 5000 Besucher gezählt. Archivfoto: Schüler

Mörfelden-Walldorf – Mit jedem heißen Tag wächst die Sehnsucht nach einer Abkühlung. Zumal ab nächster Woche die Sommerferien beginnen und aufgrund der Corona-Pandemie nicht jeder in den Urlaub fahren kann, sind Freizeit-Angebote unter freiem Himmel mehr als willkommen.
Nachdem vergangenen Donnerstag die Badesaison im Waldschwimmbad gestartet wurde, wird auch die Öffnung der Badestelle Walldorf mit seinem zehnmal größeren Gelände sehnlichst erwartet. Doch daraus wird nichts, denn die Situation dort ist wesentlich komplizierter.

Aufwendiger Badebetrieb unter Corona-Bedingungen 

Auf Nachfrage des Freitags-Anzeiger erklärt Bürgermeister Thomas Winkler, dass der „Walldorfer See“ weiterhin geschlossen bleibt. „An der Badestelle haben wir aufgrund der Corona-Pandemie eine spezielle Situation, die es uns sehr schwer macht, den See zu öffnen“, sagt Winkler. Zwar können Badeeinrichtungen und Gewässer grundsätzlich wieder betrieben werden, allerdings nur unter Auflagen und entsprechenden Hygienekonzepten, wie etwa im Waldschwimmbad. Doch daran ließe sich erkennen, wie aufwendig ein Badebetrieb unter Corona-Bedingungen ist. Dass die Badestelle frei zugänglich sei und dort Baden auf eigene Gefahr herrsche ändere daran nichts.
Dabei sei die Überwachung der Schwimmer nicht das eigentliche Problem. Vielmehr sei es schwierig, die Abstandsregeln, die sowohl auf dem unübersichtlichen Gelände, als auch auf dem Wasser gelten, zu kontrollieren. Dafür müsste die Stadt eine Sicherheitsfirma beauftragen. „Und dies ist mit hohen Kosten verbunden“, erläutert der Bürgermeister. Das Ordnungsamt könne diese Aufgaben nicht übernehmen, da man bereits jetzt ausgelastet sei und im Stadtgebiet die Einhaltung der Corona-Verordnung zu den normalen Aufgaben überwachen müsse. Winkler: „Schon in normalen Jahren macht unser Bäderbetrieb ein Defizit von rund 700 000 Euro. Im Waldschwimmbad sieht die finanzielle Situation in diesem Jahr sicher nicht besser aus.“

Verkehrschaos wäre vorprogrammiert

Eine Deckelung der Besucherzahlen und die Sperrung des Parkplatzes sei keine Alternative, erklärt Winkler. Wie Ordnungsdezernent Steffen Seinsche schildert, würde dies zu einem Verkehrschaos führen. In der Regel zieht es an einem heißen Tag bis zu 5000 Besucher an die Badestelle „Wie will man denn potenziellen Besuchern aus dem Umland, von denen die meisten mit dem Auto kommen, mitteilen, dass die Badestelle, zu dem Zeitpunkt, an dem sie ankommen, das Limit erreicht hat?“, sagt Seinsche. Viele würden auf gut Glück anreisen und müssten bei Einlassstopp umkehren.
„Im letzten Jahr haben wir erlebt, wie schlimm die Situation auf den Straßen zur Badestelle werden kann“, sagt Winkler. Aktuell lehnt die Verwaltungsspitze eine Öffnung ab. Sowohl das Sport- und Kulturamt als auch das Bürger- und Ordnungsamt haben dem Bürgermeister ihre Bedenken mitgeteilt und sich abgestimmt. „Unter den aktuellen Bedingungen kann ich mir eine Öffnung der Badestelle daher nicht vorstellen“, erklärt Winkler.
Die Hygiene-Verordnungen des Landes wäre an der Badestelle nur mit nicht vertretbarem Personal- und Sachaufwand zu überwachen. Sollte die Landesregierung neue Lockerungen bekannt geben, gebe es womöglich neuen Spielraum. Bereits seit Mitte Mai kontrolliert ein Security-Dienst die abgesperrte Badestelle rund um die Uhr, da es immer wieder zu Vorfällen kommt, in denen sich Personen illegal Zutritt verschaffen wollen. db
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