Lichterwanderung: Schutzgemeinschaft begrüßt rund 300 Besucher

Mit Fackeln und Laternen durch den Wald

Mit Fackeln und Laternen in den Wald: Ausgangspunkt der Lichterwanderung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald war diesmal der Hof der Feuerwehr Walldorf, welche die SDW gleich in mehrerlei Hinsicht unterstützte. Foto: Erlenbach

Walldorf – Die stellvertretende Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Ortsgruppe Groß-Gerau, Christine Schneider, hat Mühe, sich mit dem Megafon Gehör zu verschaffen. Im Hof der Feuerwehr wuselten am Freitagabend mehr als 300 Menschen durcheinander; Kinder und Eltern warten gleichermaßen gespannt auf den Abmarsch zur Laternenwanderung, bei der dieses Jahr einiges anders sein sollte als früher.

Denn dort, wo man sich in den vergangenen 15 Jahren stets als Ausgangspunkt getroffen hatte, wird derzeit eine Kindertagesstätte umgebaut. Also schied der traditionelle Treffpunkt dieses Mal aus. Schnell war Ersatz bei der Feuerwehr gefunden, die sich sofort bereit erklärt habe, nicht nur ihren Innenhof zur Verfügung zu stellen, sondern die Veranstaltung auch aktiv zu unterstützen.
So hatten vor allem die jungen Mitglieder der Wehr Tische und Bänke aufgebaut, in einer Feuerschale Holz für ein kleines Lagerfeuer aufgeschichtet und vieles zur Verfügung gestellt, was die Mitglieder der Schutzgemeinschaft früher erst mühsam an den Veranstaltungsort hatten schleppen müssen.
Auf ihrer Internetseite und in den Medien hatte die SDW zwar den neuen Ort für den Laternenmarsch bekannt gegeben, dennoch ging Schneider davon aus, dass einige Eltern mit ihren Kindern ratlos am früheren Veranstaltungsort stehen würden.
Schneider erinnert sich an das vergangene Jahr, als die SDW bei ihrem Laternenumzug geradezu überrannt wurde: Wegen Corona waren alle Martinsumzüge abgesagt worden. Die Laternenwanderung war damit die einzige Veranstaltung dieser Art. Man habe sich bewusst entschlossen, die Wanderung trotz Corona anzubieten. Dass dann weit mehr als 400 Menschen kamen, konnte man sich damals nicht vorstellen, zumal es, ebenfalls wegen Corona, danach kein gemütliches Zusammensein bei Glühwein und Punsch geben konnte. Alleine aus der Wilhelm-Arnoul-Schule aber war vergangenes Jahr ein ganzer Jahrgang mit 120 Kindern und deren Eltern gekommen.
Während sich der Zustrom dieses Jahr zunächst nur zögerlich anließ, strömten kurz vor Beginn der Wanderung dann doch unzählige Leute in den Innenhof der Feuerwehr. Mehr als 300 dürften es gewesen sein, als sich die Gruppe dann kurz nach 17 Uhr auf den Weg in den benachbarten Wald machte. Es sei gar nicht so einfach gewesen, eine neue Strecke auszuwählen, berichtete Schneider. Denn der Weg musste so beschaffen sein, dass auch Eltern mit Kinderwagen mitlaufen konnten, also barrierefrei.
Guten Zuspruch fand der kleine Verkaufsstand der Waldjugend. Die Kinder und Jugendlichen hatten unter anderem aus kleinen Baumstämmen Nikoläuse sowie Adventsdekoration aus Tannenzapfen gebastelt. Auch kleine Anhänger, die Füchse darstellten, wurden angeboten – denn „Füchse“ nennt sich bekanntlich auch der Nachwuchs bei der Schutzgemeinschaft.
Fackeln waren bei der Wanderung nur für die Mitglieder der Waldjugend und der Jugendfeuerwehr erlaubt. Die führten entsprechend den Umzug an und begleiteten ihn durch den Wald. Absichtlich mache man diese Veranstaltung im Herbst, denn im Sommer wäre die Waldbrandgefahr viel zu groß, so Schneider.
Die Kinder hatten viele selbst gebastelte Laternen dabei. Pferde sah man dort ebenso wie Eulen oder kleine Gespenster. Wurden die Laternen früher noch mit Kerzen bestückt, die unterwegs immer wieder ausgingen, setzt man heute auf kleine Batterielichter.
Im Anschluss an die Wanderung gab es bei der Feuerwehr Glühwein für die Erwachsenen, Kinderpunsch für die Kleinen und Schmalzbrote zur Stärkung. Das kleine Lagerfeuer in der Feuerschale bot unterdessen die Möglichkeit, sich nach der Wanderung ein wenig aufzuwärmen. VON HANS DIETER ERLENBACH

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