Plaudern und probieren

Kulinarische Begegnungen in der Klasse 3d der Arnoul-Schule

BEGEGNUNG, die durch den Magen geht: Beim Festessen der Klasse 3d der Wilhelm-Arnoul-Schule standen Gerichte aus neun Nationen auf dem Tisch. Alle Eltern und Kinder beteiligten sich. (Foto: Jaworr)

Mörfelden-Walldorf. Jetzt sind die gefüllten Weinblätter dran. Die Frühlingsrollen liegen inzwischen fertig auf einer Platte und müssen nachher nur noch kurz heiß gemacht werden, damit sie sich alle Gäste an der großen Tafel schmecken lassen können. Zusammen mit einigen jungen Helfern rollen Sevilay Can und Tong Chan Neumann den gewürzten Reis in die eingelegten Blätter. „Das Rezept ist von ihr“, sagt Neumann und deutet auf ihre Nachbarin. „Aber eure Frühlingsrollen sind doch so ähnlich“, erwidert Can.
 

In der Küche der Wilhelm-Arnoul-Schule herrscht entspannte Stimmung. In einigen Töpfen auf dem Herd brodelt es und in den Pfannen brutzelt es. Und zwischendrin wird geplaudert – vor allem über Rezepte. Probiert wird auch. Der acht Jahre alte Til geht mit einem Teller Kaiserschmarrn durch den Raum und bietet jedem ein Häppchen von der österreichischen Nationalspeise an. Das große Essen heute findet er gut, sagt Til. „Ich habe noch nicht so oft etwas Ausländisches gegessen. Heute kann ich vieles probieren.“
Auf der Speisekarte des großen, gemeinschaftlichen Festessens der Schüler der Klasse 3d stehen Gerichte aus neun Nationen: Aus Thailand, der Türkei, Österreich, Pakistan, Sri Lanka, Tschechien, Albanien, dem Iran und Deutschland. „Aus diesen Ländern kommen die 20 Kinder“, erklärt Klassenlehrerin Meike Widderich den Grund für die Auswahl. Statt einer Weihnachtsfeier oder einem Schulfest sollen beim Essen der 3d alle Kinder zusammen mit ihren Eltern an einen Tisch kommen und sich so begegnen.
Tatsächlich haben alle zugesagt, kein Elternteil fehlt und alle steuern etwas bei. „Es ist klasse, sich so zu begegnen“, meint Tong Chan Neumann während sie weiter Weinblätter füllt. „Das trägt zu einem angenehmen Klima bei“, findet Sevilay Can.
Die Aula ist bereits zum Festsaal umfunktioniert. „Wir haben selbst gebastelte Platzkarten verteilt und Kerzenständer aufgestellt“, erläutert Areeba (9). An den Wänden hängen die Fahnen aller neun Nationen mit ein paar Fakten dazu. „Im Unterricht haben wir beispielsweise Einwohnerzahlen besprochen“, sagt Til, der die Probierportion Kaiserschmarrn schnell losgeworden ist.
Das Büfett wächst weiter, was nicht in der Küche der Grundschule zubereitet werden konnte, haben Eltern zuhause gekocht und bringen es nun mit. „Bei anderen Festen sind die Kinder und Eltern meistens sehr involviert und haben gar keine Zeit, sich so wie bei diesem Essen zu begegnen. Vielleicht können sich andere Klassen hiervon etwas abgucken“, sagt Elternbeirätin Claudia Sohl und bringt den Topf voll Linsensuppe aus der Küche in den geselligen Speisesaal. (tjr)

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