Rekordjahrgang nimmt Abschied

Akademische Feier für 121 Abiturienten der „Bertha“ – Engagierte Schüler geehrt

SPITZENLEISTUNGEN: Die zehn besten Abiturienten der Bertha-von-Suttner Schule wurden während der akademischen Feier für ihre Bestnoten geehrt. (Foto: Friedrich)

Mörfelden-Walldorf. Der neue Abiturjahrgang der Bertha-von-Suttner-Schule hat ein Spitzenergebnis eingefahren. 121 Schüler haben die mächtige Hürde Abitur genommen – ein neuer Rekord.

Am Samstagabend feierten alle gemeinsam: Die Schulgemeinde, Angehörige und offizielle Gäste. Die vorderen Reihen in der voll besetzten Walldorfer Stadthalle aber gehörten den Protagonisten. Jenen jungen Menschen, die wochenlang büffelten, um auf der Zielgeraden zur Reifeprüfung das Erlernte der vergangenen Jahre in mündlichen und schriftlichen Prüfungen nicht nur wiederzugeben, sondern auch anzuwenden.
Die akademische Feier konnte es mühelos mit einer abendlichen Gala aufnehmen. In eleganter Abendgarderobe nahmen die glücklichen Absolventen des Abiturjahrgangs Platz. Die jungen Damen glitten auf abenteuerlichen Absätzen in wunderschönen Kleidern herein, die jungen Männer in edlen Anzügen. Gewappnet, das Abiturzeugnis entgegenzunehmen, vor allem jedoch, um anschließend zu feiern. Zum dritten Mal schloss sich an die Feier ein Abi-Ball an, für das die Stadthalle nach dem offiziellen Teil schnell umgerüstet wurde.
„Innovatives, modernes und erfolgreiches Lernen“, das pädagogische Rezept, wie es Schulleiterin Ute Zeller prägnant umschrieb, fiel auf ein fruchtbares Feld. Der 19. und bislang größte Jahrgang seit Einführung der gymnasialen Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule ist nach 13 Schuljahren am Ziel.
Ein Füllhorn an Glückwünschen, Tipps und Weisheiten wurde über den Abiturienten ausgegossen – ein Ritual, das Schulleiterin Ute Zeller diesmal in eine kurzweilige „Nichtrede“ packte. Überhaupt, trotz des langen Programms, blieb die akademische Feier kurzweilig. Dafür sorgte unter anderem der Q2-Grundkurs Musik, der in bester Blues-Brothers-Manier „Everybody needs somebody“ in die Halle schmetterte. Donnernden Applaus erhielten auch Elben Jones (Gesang) und Ferdinand Fischer (Gitarre), die eine Ballade von Adele vortrugen.
Quantitativ laufen die Männer den Frauen in naturwissenschaftlichen Fächern oft den Rang ab. Dass ein Mädchen die höchste Auszeichnung für Bestleistungen in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaft absahnte, spricht jedoch für einen starken Mädchenjahrgang. Annika Häferer erhielt diesmal die höchste Auszeichnung. 
Auch in der Top-Ten der Absolventen setzten sich die Mädels durch. Das Spitzenergebnis im Abiturszeugnis erzielte Tanja Rattenborg, die einen Durchschnitt von 1,2 vorweisen kann. Es folgen Liv Goedeking (1,3), Alicia Friedmann, Annika Häferer, Lydia Rouka und Sarah Vesalli, die alle einen Notendurchschnitt von 1,4 erzielten, sowie mit dem Durchschnitt 1,5 Sophie Böker, Katharina Mangold, Melanie Meinert und Florian Lebtag.
Die vielen erfolgreichen Schulabsolventen geben der Bildungsoffensive recht, an der „Bertha“ auch eine Oberstufe zu installieren. Für Ute Zeller und Oberstufen-Koordinator Björn Hamburger bahnt sich in den kommenden Jahren noch mehr Arbeit an. 180 Anmeldungen liegen bereits für das neue Schuljahr vor. 2018 wird im Zeichen zweier besonderer Geburtstage stehen: Die „Bertha“ wird 45 Jahre und ihr Oberstufenzweig 25 Jahre alt.
 Weitere Ehrungen für außergewöhnliche Leistungen erhielten die Aktiven der Schülervertretung: Alicia Schulmeyer, Annika Häferer, Anne Siegel und Oliver Fuchs.
Bastian Lotz rief den Schulsanitätsdienst an seiner Schule ins Leben und fand in Sarah Vessali eine engagierte Mitstreiterin. 
Für besonderes Engagement im Jahrgang wurden auch Lydia Rouka und Anne Böker geehrt. Auch die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Sandra Mangold, erhielt für ihren Einsatz ein dickes Dankeschön. „Das Abitur ist die beste Bildungschance für einen Start ins Berufsleben“, gab sie der Jugend mit auf den Weg. Das Abitur, so Mangold, sei auch eine Zeit des Abschiednehmens. Nicht nur für die frischgebackenen Absolventen, sondern auch für Mangold selbst, die einen Nachfolger für ihr Amt sucht. (ula)

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