Sehen, wo man herkommt

Gelungene Feier zum 25-jährigen Bestehen des Heimatmuseums

VIELE GÄSTE waren zum schönen Freiluftkonzert in den Museumsgarten gekommen und schwelgten in Erinnerungen. (Foto: A. Keim)

Mörfelden-Walldorf. „Ein Heimatmuseum ist was Feines, da sieht man, wo man herkommt“, sagte Günter Völker, während er gemütlich im schönen Garten des Mörfelder Museums saß.

Alle Ausstellungen habe er im Laufe der Jahre besucht und vieles mit Freuden wiedererkannt, etwa die alte Einrichtung des Wirtshauses „Sattler“, sagte Völker. Irmtraud Achenbach ihm gegenüber ergänzte: „Da fallen einem viele Dinge von früher ein, zum Beispiel sitzen wir hier auch in dem Bewusstsein, dass das der Wallgraben war“. Mit vielen Schulklassen habe sie das Museum besucht, um dort etwa Kartoffeln zu pflanzen oder Ausstellungen zu sehen, erzählte die Grundschullehrerin.
Hinter dem Schulhäuschen erklärte derweil Eric Baitinger Wissenswertes rund um seine Bienenvölker, die dort wohnen. Ein Heimatmuseum zu haben findet er sehr wichtig. „Hier kann man das Alte bewahren und weitergeben“, meinte er. Gerade auch viel praktisches Wissen habe es früher gegeben, alte Handwerkskunst beispielsweise. Davon könne man heute profitieren. „Außerdem lieben meine Kinder das Museum, besonders die Ton-Dia-Shows“, fügte Baitinger noch lächelnd an.
Viele Mörfelder waren am Samstagnachmittag in den Museumsgarten gekommen, um dort das 25-jährige Bestehen des Heimatmuseums zu feiern. Die „Magic Sound Big Band“ spielte zu diesem Anlass – das passte gut, da deren mittlerweile verstorbener Gründer Heinz „Happes“ Schwappacher bereits zur Eröffnung des Museums mit seinem damaligen „Salonorchester“ musizierte.
Nachdem sich das Gewitter rechtzeitig verzogen hatte, war die Stimmung im Garten bestens. Bierhumpen klirrten beim Ausschank aneinander, während Jazz, Swing und Tanzmusik in angenehmer Lautstärke erklangen. Beste Voraussetzungen, um gemütlich zusammenzusitzen und alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Viele alte Mörfelder waren da, aber auch junge Familien hatten Spaß an der schönen Atmosphäre und dem Freiluftkonzert.
Auf Wunsch öffnete Anneliese Krichbaum, die Vorsitzende des Heimatvereins, auch mal unplanmäßig die Türen des Museums, damit Besucher sich umschauen konnten. Eine würdige Feier für eine wichtige städtische Einrichtung. (ake)

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