Umweltschutzpreis von Mörfelden-Walldorf verliehen

E1-Fußballer von Rot-Weiß Walldorf, „Essen für Alle“ und Dirk Kieselstein ausgezeichnet

Vorbildcharakter: Platz 1 beim Umweltschutzpreis geht an die E1-Jugend von Rot-Weiß Walldorf (links). Bürgermeister Thomas Winkler (rechts) hält die Laudatio. (Foto: Schüler)

Mörfelden-Walldorf (ako). Alle zwei Jahre ehrt die Doppelstadt besonderes Engagement ihrer Bürger für den Umwelt- und Klimaschutz. Auch in diesem Jahr hat sie wieder Vorbilder und Ideengeber mit ihrem Umweltschutzpreis ausgezeichnet, der mit 2000 Euro dotiert ist. „Wir alle müssen zu einem nachhaltigeren Leben finden und verantwortungsvoller mit Ressourcen umgehen“, sagte Bürgermeister Thomas Winkler (Grüne).

Bewerben konnten sich Institutionen, Organisationen und Privatleute, wer wollte, konnte aber auch Vorschläge einreichen. Die Jury – neben Winkler einzelne Stadtverordnete, vom Magistrat vorgeschlagene Bürger sowie Mitglieder des Kinder- und Jugendforums – wertete die eingereichten Vorschläge aus, und Ende vergangener Woche nun war es soweit: die Siegerehrung.
Coronabedingt war keine große Veranstaltung möglich; zudem fand diese sicherheitshalber im Freien statt, auf dem Kirchplatz beim evangelischen Gemeindezentrum Walldorf. „In diesem Jahr freuten wir uns über Bewerbungen zu Projekten, die der Nachhaltigkeit dienen. Mögliche Themen waren effizienter Umgang mit Ressourcen, Maßnahmen zur Abfallvermeidung, Reparieren statt Wegwerfen, insektenfreundliche Stadt sowie Mobilität“, führte Winkler aus.

Erster Platz für die Rot-Weiß-Fußballjugend 

Den ersten Preis in Höhe von 1000 Euro erhält eine Fußballmannschaft: Die Kicker der E1 von Rot-Weiß Walldorf nämlich tragen seit 2019 sehr wirkungsvoll zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Im Sinne der Nachhaltigkeit verzichtet das Team auf den Verkauf von PET-Flaschen, Trink- und Tetrapacks. Stattdessen werden nur noch Glasflaschen oder Getränke aus Keramiktassen, kompostierbare Becher, Papierstrohhalme sowie Servietten aus recyceltem Papier verwendet. „Die Anregung war aus dem Elternkreis gekommen“, erläuterte Mannschaftsbetreuer Torben Kraft. Gemeinsam habe man dann überlegt, wie die Mannschaft ihren Müll deutlich reduzieren könne. Mehrere Spieler der E1-Jugend, Kraft und Trainer Luca Stänicke nahmen nun die Auszeichnung entgegen. Für das Preisgeld hat die junge Mannschaft ebenfalls eine umweltfreundliche Verwendung: „Einen Teil des Gewinns investieren wir in nachhaltige Fußbälle, ein weiterer Teil kommt auf das Spendenkonto für unser Rasenplatzprojekt, und der Rest geht in die Mannschaftskasse“, sagte Stänicke. Winkler lobte die effiziente Müllreduzierung des jungen Teams. Die Idee habe Vorbildcharakter für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Essen für Alle auf Platz zwei

Den zweiten Platz mit einem Preisgeld von 700 Euro erhält der „örtliche Gastgeber“ der diesjährigen Siegerehrung: Immer donnerstags, 17.30 Uhr, geben die Helfer der Initiative Essen für Alle (EfA) auf dem Kirchplatz an der Ludwigstraße Lebensmittel und für den Alltag benötigte Produkte kostenfrei an Bedürftige ab. Gespendet werden die Waren vom Einzelhandel; der gemeinnützige Verein übernimmt die Verteilung an Hilfsbedürftige. Was sich nicht mehr für die menschliche Ernährung eignet, wird an Tiere verfüttert, was auch diese nicht mehr fressen sollten, zu Humus kompostiert. „Der Lebensmittelverschwendung wird somit vorbildlich vorgebeugt“, sagte Winkler. EfA engagiert sich zudem für die Aufklärung und Weiterbildung von Jugendlichen. „Nachhaltigkeit im Umgang mit Lebensmitteln ist uns sehr wichtig“, betonte Hannelore Simon für EfA. Diese gehörten nicht in den Müll, sondern könnten verwertet werden. Umso mehr freuten sich die EfA-Vertreter über die Auszeichnung der Stadt. Das Preisgeld kann die Initiative gut gebrauchen: Aktuell benötigt sie Pavillons zum Unterstellen bei der Ausgabe bei nasskaltem Wetter.

Dirk Kieselstein engagiert sich für Erhalt der Streuobstwiesen

Mit dem dritten Preis in Höhe von 300 Euro wird mit Dirk Kieselstein ein Privatmann ausgezeichnet. „Seit vielen Jahren engagiert sich Dirk Kieselstein als Mitglied des BUND im Schutzgebiet Rödergewann zwischen Mörfelden und Walldorf durch intensive Landschaftspflege für die Streuobstwiesen“, sagte Winkler. Kieselstein zeige großen Einsatz, etwa bei der Bewässerung der jungen Bäume sowie der Bekämpfung der Traubenkirsche. Darüber hinaus würdigte Winkler dessen Engagement und Mitwirkung bei der Entstehung des Blühstreifens am Vitrolles-Ring. Der Geehrte bedankte sich mit einer netten Geste und schönen Überraschung: „Ich lade alle zu einem Glas selbst gemachtem Apfelsaft aus Äpfeln von den Streuobstwiesen ein.“  
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