Aufholjagd ohne Happy End

WIE GEGEN EINE WAND rannten die Kelsterbacher Handballerinnen in der Partie gegen den Mitaufsteiger HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf. Sara Stenger und ihre BSC-Teamkolleginnen mussten sich trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd am Ende mit 26:30 geschlagen geben. (Foto: Postl)

BSC Kelsterbach – Handball. Damen – Landesliga Mitte: BSC Kelsterbach – HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf 26:30 (11:16). Kopfschütteln bei den Handballerinnen des BSC nach der Heimpleite gegen den Mitaufsteiger HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf. Die Frauen aus Kelsterbach erwischten gewiss keinen Sahnetag, eine Vielzahl an technischen Fehlern und vergebenen Chancen half den spiel- und kampfstarken Gästen aus dem Lumdatal anfangs der zweiten Hälfte bis auf sieben Tore davon zu ziehen.

Mit großer Moral und beherztem Spiel konnten die Hausherrinnen in der 45. Minute nochmals den Ausgleich erzielen, eine Führung sollte indes nicht gelingen. In der umkämpften Schlussphase zeigte sich die Spielgemeinschaft zielstrebiger, produzierte weniger Fehler als der BSC und nahm letztlich verdient beide Punkte mit nach Mittelhessen. Die HSG, als bester Aufsteiger mit komfortablem Punktestand recht sorgenfrei auf dem vierten Platz in der Tabelle, verdeutlichte von Beginn an ihre Siegesabsichten (1:3, 6.). Das schnelle und variable Passspiel, Markenzeichen der Frauen aus Nordeck, riss immer wieder Lücken in die Kelsterbacher Deckung, die nicht konsequent genug handelte. Offensiv hielt Michaela Hain die Fahne des BSC hoch, erzielte vier der ersten fünf Heimtore und damit den Anschluss. Torjägerkollegin Gudrun Loske litt noch an den Blessuren des letzten Spiels und konnte nicht wie gewohnt druckvoll agieren, blieb aber beim Strafwurf zum 6:7 (14.) und den noch folgenden sechs zielsichere Siebenmeterschützin. Das Kelsterbacher Spiel wurde fahriger, Fehlpässe und Fangfehler wechselten sich mit vergebenen Chancen ab. Nur ein Treffer in den folgenden zehn Minuten, bezeichnenderweise durch die angeschlagene Gudrun Loske, ließ die Gäste auf 7:12 enteilen. Als deren Zweitliga-Neuzugang Adriana Atanasoska binnen 150 Sekunden einmal von Linksaußen und zweimal per Konter zum 9:16 netzte (29.), sah es finster aus für den BSC. Die Mienen hellten sich etwas auf, als Tina Liebenhoff im Gegenzug das 10:16 markierte. Nach der unglücklichen Handverletzung beim Saisonauftakt in Kriftel stand sie erstmals wieder auf dem Parkett, um Spielpraxis zu bekommen. Sogar etwas Licht ans Ende des Kabinentunnels warf dann Sekunden vor der Pause Michaela Hain mit ihrem Konter zum 11:16.
Der zweite Abschnitt begann mit einem Doppelschlag der HSG´lerin Franziska Müller, dann startete auch Kelsterbach durch. Die Abwehr stand nun wesentlich konzentrierter und verzeichnete vermehrt Ballgewinne, zudem zeigte BSC-Keeperin Kerima Softic eine klasse Leistung. Die Sicherheit in der Defensive wurde nach vorne getragen, die Tormöglichkeiten wurden besser genutzt. Über ein 14:19 (35.) und 18:21 (41.) saugten sich die Kelsterbacherinnen trotz Unterzahl mit zwei schönen Toren von Michaela Hain und Martina Lenz auf 20:22 heran, profitierten dann selbst von einer Überzahl, an deren Ende erneut die starke Michaela Hain den 22:22-Ausgleich erzielte (45.). Im nächsten Angriff sogar die Chance zur erstmaligen Führung, vergeblich, stattdessen die Gäste mit dem 22:23. Der Nordecker Kasten blieb vernagelt, die Fehler häuften sich wieder, die HSG legte dagegen weiter nach (22:25, 53.). Trotz der Anschlusstore von Loske (23:25, 25:28) blieben die Gäste routiniert und besiegelten den Erfolg ähnlich der ersten Hälfte durch einen Atanasoska-Doppelpack (25:30, 60.). Das Tor von Alix Huschka zum 26:30-Endstand ließ die BSC´lerinnen zumindest, wenn auch wenig tröstlich, Hälfte Zwei gewinnen.
„Wir haben uns selbst geschlagen“, resümierte BSC-Coach Ulli Theis die launische Leistung seiner Schützlinge, wohlwissend um die vertane Möglichkeit im Abstiegskampf. Allzu streng wollte er seine ohnehin mit sich selbst hadernden Spielerinnen jedoch nicht richten: „Der Wille war da, aber den Sieben- Tore-Rückstand aufzuholen, hat das Team enorm viel Kraft gekostet.“
BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (10/3), Michaela Hain (8), Lisa Assaid (2), Alix Huschka (1), Franziska Ketner (1), Martina Lenz (1), Tina Liebenhoff (1), Mira Olk (1), Sarah Stenger (1), Sibylle Merk, Melda Portakal, Katrin Schickel.

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